Kathrin Lange

Kathrin Lange, geboren 1969, arbeitete als Verlagsbuchhändlerin und Mediendesignerin, bevor sie 2005 das Schreiben zu ihrem Beruf machte. Seither ist sie für ihre historischen Romane und Jugendthriller bekannt. »Herz aus Glas« ist der Start ihrer neuen Mystery-Trilogie für Jugendliche und junge Erwachsene.


Kathrin Lange
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5 Fragen an Kathrin Lange

Herz aus Glas ist ein Jugendroman voller Gegensätze: Hitzkopf trifft auf Mauer des Schweigens, Mythos trifft auf harte Realität, Sympathie trifft auf Gleichgültigkeit … wie tief steckten Sie selbst im Gefühlschaos, als Sie den Roman schrieben?

Zu schreiben bedeutet für mich immer Gefühlschaos – auf vielen verschiedenen Ebenen. Da ist natürlich immer die Sorge, ob die erdachte Geschichte gut werden wird und ob die Leserinnen und Leser meine Figuren mögen werden. Dann gibt es immer wieder Tage, in denen läuft es wie von allein. Die Wörter fließen nur so auf das Papier, alles erscheint ganz leicht. Und am nächsten Tag stellt man dann fest, dass vieles von dem, was man so euphorisch niedergeschrieben hat, nicht gut genug ist. Es ist also ein ständiges Auf und Ab. Gefühlschaos in Liebesdingen hingegen, steckt nicht besonders viel in mir, denn ich bin ja schon seit einer halben Ewigkeit mit dem besten Mann der Welt verheiratet.

Was war Ihnen beim Verfassen dieses Trilogie-Auftaktes wichtig?

Ich wollte zuallererst eine spannende, sehr romantische Geschichte mit einem traurigen Liebespaar erzählen. Ich selbst mag Geschichten, in denen es richtig tragisch zugeht. "Romeo und Julia" ist eine meiner Lieblingsstories, und irgendwann zwischendurch gab es sogar die Idee, dieses Drama in "Herz aus Glas" zu verarbeiten. Am Ende ist es dann aber doch "Rebecca" geworden - eine weitere große Liebesgeschichte, die ich sehr schätze.

Warum haben Sie sich für „Martha’s Vineyard“ an der Ostküste der USA als Schauplatz entschieden?

Die Idee, den Roman in Amerika spielen zu lassen, hatte ich relativ schnell, als ich anfing, zu überlegen, worum es darin eigentlich genau gehen soll. Es sollte eine für deutsche Leserinnen und Leser nicht alltägliche Gegend sein, die aber nicht so fern ist, dass sie exotisch wirkt. Und da ich eine große Liebe zum Meer hege, fiel die Wahl irgendwann auf Martha's Vineyard. Diese Mischung aus Upper Class und Puppigkeit (ich sage nur "Gingerbread Houses"!), die die Insel ausstrahlt, finde ich sehr reizvoll.

Ein rotes Kleid ist als starkes Symbol sehr präsent in der Geschichte. Hat es damit etwas Bestimmtes auf sich?

Wenn ich diese Frage ausführlich beantworte, nehme ich einen Großteil der Spannung aus Band 2 und 3. Also: Ja, hat es. :-)

Was dachten Sie, als Sie das fertige Buch das erste Mal in den Händen hielten?

Es war ein tolles Gefühl! Das Buch ist sooo schön geworden mit dem Robinherz und dem Leuchtturm im Hintergrund, mit Schutzumschlag und Lesebändchen. Mein allererster Gedanke war allerdings tatsächlich: "So ein dickes Buch hast du geschrieben?" Das war mir gar nicht bewusst, was vermutlich zum Teil daran lag, dass die Geschichte mir in weiten Teilen regelrecht "aus der Feder" geflossen ist.

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